Exkursionen
Für die Konferenzteilnehmer werden verschiedene Exkursionen angeboten. Ein interessantes Programm mit forst- und holz- wirtschaftlichen Themen wartet
auf Sie.

Mehr erfahren

Side-Events
Am 23. Mai gibt es ein abendliches "Come Together" der Spitzen- vertreter der internationalen Forst- und Holzwirtschaft sowie den Konferenzteilnehmern.

Mehr erfahren

5 Bäume – 5 Kontinente
Pflanzaktion mit Botschaftern und Politikern am 27.5. in der Bonner Rheinaue

Mehr erfahren

Deutscher Forstwirtschaftsrat
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat ist die repräsentative Vertretung aller mit der Forstwirtschaft und dem Wald befassten Kreise der Bundesrepublik Deutschland.

www.dfwr.de

Deutscher Holzwirtschaftsrat
Der DHWR ist die Spitzen- organisation der deutschen Holzwirtschaft. Seine Aufgabe ist es, die gemeinsamen Interessen der Holzwirtschaft bei grundsätz- lichen Fragen zu vertreten.

www.dhwr.de

Förderung: Holzabsatzfonds
Side-Events
26. Mai 2008 - 18:15 - 19:45, Room S26, Gustav Stresemann Institut (GSI)
Naturnaher Waldbau in Deutschland: Eine Chance für Biodiversität in Zeiten des Klimawandels?
Referent: Dr. Harald Egidi, Leiter des Referates "Biologische Produktion., Nachhaltssicherung, Waldnaturschutz und Forstliche Forschung" am Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz im Bundesland Rheinland - Pfalz Deutschland

/gfx/egedi-gross.jpg
Dr. Harald Egidi (rechts)
Deutschland ist ein sehr dicht besiedeltes Land. Ursprünglich war die Landschaft zu gut 90% bewaldet, im Mittelalter lag der Waldanteil regional bis zu 15%. Heute liegt er bei rund einem Drittel. In die Geschichte rückblickend zeigt sich, dass der Anteil und die Ausprägung des Waldes immer eng mit der gesellschaftlichen Situation der Menschen verbunden waren. Die vielfältigen und oft auch negativen Erfahrungen der Forstleute, die dadurch gewonnen werden konnten, haben dazu beigetragen, dass sich in der deutschen Forstwirtschaft der naturnahe Waldbau entwickeln konnte.

Forstleute arbeiten heute so weit wie möglich mit der Natur. Das natürliche Arteninventar wird berücksichtigt. Einzelne Baumindividuen werden gefördert und geerntet. Auf Kahlschläge wird verzichtet. Naturverjüngung wird bevorzugt. Es zeigen sich erste Erfolge: Der Wald in Deutschland hat inzwischen an Naturnähe gewonnen, er verfügt über eine reichhaltige Habitatausstattung und Strukturvielfalt, hat hohe Holzvorräte und -zuwächse und bietet vielfältige hochwertige Nutzungsmöglichkeiten.

Nachhaltigkeit wird heute als an den Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen ausgerichtetes Prinzip einer multifunktionalen Forstwirtschaft verstanden, die anspruchsvolle sozioökonomische Standards mit hoher Wertschöpfung in der Wirtschaftskette Forst, Holz und Papier verbindet.

Für die Zukunft ergeben sich große Herausforderungen: Der Klimawandel macht Strategien notwendig, die als Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und auch als Beitrag zur optimierten CO2-Speicherung geeignet sein müssen. Vielfalt im Sinne von Risikostreuung durch naturnahen Waldbau ist hierbei nicht nur ein Konzept der Gefahrenminimierung, sondern gleichzeitig eine Chance für die Forstbetriebe und die Natur. Eine hohe Produktvielfalt macht den Wirtschaftsbetrieb krisensicher. Die damit gleichzeitig einhergehende Biodiversität ist ein wesentlicher Aspekt, Waldökosysteme mit höherer Stabilität und Elastizität in die Zukunft zu entwickeln.

Präsentation Dr. Harald Egidi PDF 18 MB