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Forstleute arbeiten heute so weit wie möglich mit der Natur. Das natürliche Arteninventar wird berücksichtigt. Einzelne Baumindividuen werden gefördert und geerntet. Auf Kahlschläge wird verzichtet. Naturverjüngung wird bevorzugt. Es zeigen sich erste Erfolge: Der Wald in Deutschland hat inzwischen an Naturnähe gewonnen, er verfügt über eine reichhaltige Habitatausstattung und Strukturvielfalt, hat hohe Holzvorräte und -zuwächse und bietet vielfältige hochwertige Nutzungsmöglichkeiten.
Nachhaltigkeit wird heute als an den Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen ausgerichtetes Prinzip einer multifunktionalen Forstwirtschaft verstanden, die anspruchsvolle sozioökonomische Standards mit hoher Wertschöpfung in der Wirtschaftskette Forst, Holz und Papier verbindet.
Für die Zukunft ergeben sich große Herausforderungen: Der Klimawandel macht Strategien notwendig, die als Anpassung an veränderte Umweltbedingungen und auch als Beitrag zur optimierten CO2-Speicherung geeignet sein müssen. Vielfalt im Sinne von Risikostreuung durch naturnahen Waldbau ist hierbei nicht nur ein Konzept der Gefahrenminimierung, sondern gleichzeitig eine Chance für die Forstbetriebe und die Natur. Eine hohe Produktvielfalt macht den Wirtschaftsbetrieb krisensicher. Die damit gleichzeitig einhergehende Biodiversität ist ein wesentlicher Aspekt, Waldökosysteme mit höherer Stabilität und Elastizität in die Zukunft zu entwickeln.
Präsentation Dr. Harald Egidi PDF 18 MB